LotsenNetzWerk

Anno 2007

Was ist ein Lotsennetzwerk? Im Jahr 2007 wurde mit Unterstützung der AOK Nordost das Lotsennetzwerk Brandenburg als Modellprojekt umgesetzt, es entstand das erste Lotsennetzwerk überhaupt in Deutschland. In einem Lotsennetzwerk arbeiten Lotsinnen und Lotsen aus der Suchtselbsthilfe mit den Fachmitarbeiterinnen und Fachmitarbeitern der Einrichtungen der Suchthilfe und angrenzender Hilfebereiche ehrenamtlich zusammen, um suchtkranke Menschen in das Hilfesystem zu integrieren und sie beim Ausstieg aus der Sucht zu unterstützen. Mit dem Lotsennetzwerk Eifel-Mosel-Hunsrück schließt die Gemeinschaft der Lotsen*innen eine Lücke in der Versorgung suchtkranker Menschen, denn immer noch kommen schätzungsweise nur etwa 5 bis 10% der Suchterkrankten im Hilfesystem an. Das Lotsenprojekt wirkt einerseits dem „Drehtüreffekt“ zwischen Entgiftung und Therapie entgegen, der immer wieder erfolgreiche Behandlungen scheitern lässt. Darüber hinaus stabilisiert eine begleitende Unterstützung an den Schnittstellen den Weg in angrenzende Hilfen wie Bewährungshilfe, Wohnungslosenhilfe, Schuldenberatung usw. Zwar gibt es in Rheinland-Pfalz für Menschen mit Suchtproblemen ein vielfältiges Angebot von ambulanten und stationären Hilfen, aber viele Suchtkranke haben immer noch Hemmungen, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen und schaffen es nicht von allein, die Abhängigkeit zu überwinden. Für diese Menschen kann das Lotsenprojekt ein Angebot sein, Hemmungen abzubauen, Scham zu überwinden und den Zugang zum Hilfesystem zu finden. Das Lotsennetzwerk ist kein Ersatz für die zahlreichen medizinischen und psychosozialen Angebote der Suchthilfe, sondern eine weitere Möglichkeit zur Integration suchtkranker Menschen in das Hilfesystem und die Gesellschaft. Vorbild des Lotsennetzwerks in Rheinland-Pfalz ist das Lotsennetzwerk in Thüringen.

Beispiellos ? Nä - ein Fall von Vielen

„Ohne Hilfe hätte ich es nicht geschafft, mich aus meiner Sucht zu befreien.
Damals wußte ich nicht WIE oder WIESO-WIESO ICH, mir wäre damals vieles erspart geblieben!
Aus dieser Befreiung entstand eine mir bis dahin unbekannte Freiheit.
Die Freiheit - weg vom Zwang trinken zu müssen - ich muß nicht mehr trinken.
Ich muß nichts mehr nehmen.
Heute will ich diese neue Freiheit nicht mehr missen!“

Thomas P. aus RLP

EIFEL - MOSEL - HUNSRÜCK

...in einem
Netz das auffängt
und hält...
... bei riskantem Konsum
... vor oder nach einem stationärem Klinikaufenthalt

Kleiner Schritt - ganz groß

...ein Weg beginnt immer mit dem ersten Schritt
...ein Weg
für Dich...
...einen Schritt nach dem Anderen

Prinzipiell sind die Gespräche vertraulich !

Wir sind Mitglied im regionlalen Arbeitskreis Suchtprävention Trier -
RAK-Trier

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